06 Jan 2011 @ 1:09 PM 

Es gibt 3 Berufsgruppen, die auf einer Party

    niemals

sagen dürfen, was sie beruflich machen:

- Ärzte
- Juristen
- Informatiker

Ärzte müssen sich sonst dauernd das anhören: “Ich hab da so ein Ziehen im Rücken …”.
Bei Juristen klingt das so: “Der Hund von meinem Nachbarn macht immer auf den Rasen. Kann ich ihn verklagen? Also den Nachbarn?”
Und … nunja … Informatiker hören immer wieder: “Oh! Mein XY ist kaputt. Kannst du das nicht mal reparieren?”

Ich verweise inzwischen schon nicht mehr auf das was Edsger Wybe Dijkstra formulierte „In der Informatik geht es genauso wenig um Computer wie in der Astronomie um Teleskope”, sondern ergebe mich meinem Schicksal und helfe. Seine Arbeitsumgebung (Computer) in Ordnung halten zu können kann ja auch nicht schaden.

Zu Weihnachten besuchte ich meine Eltern, deren Rechner etliche Probleme hat. Er fror mitten in der Arbeit ein, manchmal auch im Ruhezustand.
Bluescreens (wohlgemerkt auf den relativ stabilen Windows 7) passiert öfters mal, ebenso startete der Rechner garnicht oder hängte sich im Reparaturmenü auf.

Also schnell Linux per Live-USB gestartet und mal einen Virenscanner (ja die gibts auch unter Linux … ClamScan z.b.) drüberlaufen lassen der auch einiges fand. Vermutlich über spassige Büro-EMail Anhänge kamen die Dinger auf den Rechner.
Doch auch unter Linux gabs Freezes und Neustarts – ganz zu schweigen davon dass Linux erst nach langer Zeit überhaupt starten wollte.

Wenn also ein Betriebssystem nicht mehr geht und ein weiteres, das aus dem RAM arbeitet, dann möchte man doch denken dass wohl Hardware defekt ist. Vielleicht die Festplatte, oder gar die Hauptplatine.
Also unter Windows gestartet (dauerte ne halbe Stunde) und sämtliche Festplatten-Testtools benutzt die ich finden konnte.
Seltsamerweise ergab KEINES davon auch nur irgendein Problem. Die Datenrate stimme, keine Ausfälle oder defekte Sektoren…

Nachdem ich alle Daten gebackupped und auf Viren untersucht hatte, formatierte ich den Rechner und spielte die alten Daten wieder ein.
Doch kurze Zeit später hatte der Rechner wieder die gleichen Probleme wie zuvor! Das deutet also ebenfalls wieder auf defekte Hardware hin.

Bevor ich die Hardware näher in Augenschein nahm, untersuchte ich die Daten und wurde fündig:
Die Viren haben vermutlich einige Dateinamen oder Dateirechte so beschädigt, dass Windows damit nicht mehr umgehen konnte. Einige Dateien enthielten 800 Zeichen lange Dateinamen. Diese Daten entfernte ich von der Festplatte und aus sämtlichen Backups und tadaa, bis heute keine Freezes mehr.

Ich vermute dass entweder die Daten selbst unter dem alten Windows aufgerufen wurden und den Rechner störten, oder dass der Virenscanner in unregelmässigen Abständen die Daten gescanned und dabei den Absturz verursacht hat.

Auf jeden Fall gibt es wiederkehrende Muster für Probleme mit Rechnern. Ich kann nicht für jedes Problem eine Schritt-für-Schritt Anleitung geben, aber man kann selbst schaun wie man sich so eine Liste macht, wenn man häufiger mit diesen Problemen zu tun hat.

Wenn ein Rechner wild neustartet, Probleme hat, etc. … dann sollte man zuerst mal ein Live-USB Linux System verwenden. Gibt es hier ebenfalls die gleichen Probleme, so rückt ein Hardware-defekt eher in den Fokus, vor allem wenn man keinerlei Daten auf der Festplatte verwendet.
Oder kurz gesagt, am besten sucht man nach einem Weg das Problem auf Hardware oder Software einzuschränken.

Bei Netzwerken gilt das ebenso. Funktioniert mal wieder nichts, einfach mal zuerst ein anderes Kabel anschliessen, einen anderen Rechner testen usw.

Ein zielgerichtetes Vorgehen kann viel Zeit sparen!

Posted By: hamena314
Last Edit: 06 Jan 2011 @ 01:09 PM

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 28 Nov 2010 @ 1:26 PM 

The first video on YouTube, uploaded at 8:27PM on Saturday April 23rd, 2005.
The video was shot by Yakov Lapitsky at the San Diego Zoo.

Und gleich noch hinterher:

Die 20 ältesten Videos auf YouTube!

Eine genaue Beschreibung der Videos gibts unter dem Video.
Viel hat sich seit den Anfängen von YouTube nicht geändert. Es ist einfach nur viel mehr geworden. ;)

Posted By: hamena314
Last Edit: 28 Nov 2010 @ 01:26 PM

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 25 Sep 2009 @ 7:23 PM 

Server abschalten!

Diese Seite wird am kommenden Sonntag -- dem Wahlsonntag -- von 15-16h abgeschaltet, dieser Blog nimmt damit an der “Server-abschalten -- wählen gehen” Aktion teil.
http://www.server-abschalten.de/

Die bisherigen Umfrageprognosen kann man hier einsehen:

http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

Einen Thread im Informatiker-Forum Hannover zum Thema Zensurdebatte gibt es hier.
Dort sind bereits etliche Videos verlinkt und weitere Informationen angegeben.

Hier meine Favoriten:

Rette deine Freiheit -- www.rettedeinefreiheit.de

Karpfenschleuder zur Zensurdebatte

Du bist Terrorist:

Wer jetzt noch unentschlossen ist sollte den Wahl-O-Mat 2009 als groben Anhaltspunkt(!) benutzen:

Wahl-O-Mat Bundestagswahl 2009

Also: WÄHLEN GEHEN!

Posted By: hamena314
Last Edit: 25 Sep 2009 @ 07:57 PM

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Undead

 
 15 Aug 2009 @ 10:40 AM 

Hallo,
keine Sorge dieser Blog ist NICHT tot. Ich habe im Moment allerdings eher weniger Zeit (und Nerven ;) ) mich allzusehr darum zu kümmern.
Desweiteren habe ich immer wieder überlegt wie sinnvoll es ist so öffentlich seine Meinung kundzutun, mit eventuell Copyright-geschützen Dingen zu hantieren und soviele private Informationen über sich selbst preiszugeben dass ich abwägen muss ob dieser Blog weiter existieren wird.
Einige Zeit wird es hier wohl erstmal stillbleiben, dann schaue ich wie sich alles weiter entwickelt.

Posted By: hamena314
Last Edit: 15 Aug 2009 @ 10:40 AM

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 19 Mar 2009 @ 2:06 PM 

Wie einigen bestimmt bekannt ist, sind die Tastaturen der Welt sehr unterschiedlich aufgebaut. In Deutschland nutzen wir das “QWERTZ”-Layout, soll heissen die oberste Reihe enthält diese Buchstaben.

Doch die Amerikaner benutzen das “QWERTY” Layout. Wieso sind also Y und Z vertauscht?

Man muss die Entstehung der Tastatur und ihrem Layout als Prozess verstehen, nicht als direkte Erfindung. Begonnen hat alles 1868 als der US-amerikanische Buchhalter Christopher Latham Sholes damit begann die Buchstaben von Schreibmaschinen nach ergonomischen Gesichtspunkten anzuordnen.

Damals waren die Buchstaben von Schreibmaschinen noch lexikographisch also alphabetisch (A, B, C, D, E,…) angeordnet. Er berücksichtigte dabei die Buchstaben mit der höchsten Wahrscheinlichkeit im Englischen E, T, O, A, N, I was bei uns ungefähr dem E,R,N,S,T,L entsprochen hätte.

Die sich ergebenden Lücken füllte er mit den anderen Buchstaben und achtete darauf Kombinationen wie HE, ND und TH nicht zu nahe zusammenzulegen weil sich sonst die Schreibmaschinen beim schnellen Tippen verklemmten.

Interessanterweise sollen die Buchstaben der ersten Zeile so angeordnet worden sein, dass Sholes bei Vorführungen schnell das Wort “typewriter” ( Schreibmaschine) tippen konnte…

In Frankreich ist übrigens das AZERTY-Layout verbreitet, wobei man erwähnen sollte dass man für Punkte und Kommas erst noch SHIFT drücken muss. Als Umsteiger also durchaus gewöhnungsbedürftig, aber weltweit gibt es eine riesige Anzahl an verschiedenen Layouts.

Erwähnenswert ist vielleicht noch das DVORAK-Layout, das unter den Gesichtspunkten der Ergonomie verbessert wurde:

DVORAK

DVORAK

Häufige Buchstaben / Zeichen wurden unter die stärkeren Finger und mehr in die Mitte verlegt, um so schnelleres und krampffreieres Tippen zu ermöglichen, allerdings ist DVORAK für den englischen Bereich konzipiert, eine deutsche Version wäre die NEO-Tastatur:

NEO

NEO

Posted By: hamena314
Last Edit: 19 Mar 2009 @ 02:09 PM

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 03 Mar 2009 @ 3:19 PM 

Johannes Kreidler ist Aktionskünstler und Musiker.

Seine wohl spektakulärste Aktion war die Einreichung von 70.200 GEMA Anträgen auf ein lediglich 33 Sekunden langes Musikstück.

Er wollte darauf aufmerksam machen, dass das Urheberrecht in seinen Augen einer Überarbeitung bedarf, damit es den modernen Umständen angepasst werden kann.

Lustig ist auch sein neustes Video, wo die Aktienkurse als musikalischer Rahmen dienen, Finanzkrise sei dank!

Hier die Seite mit den Hintergrund-Informationen dazu.

Kontrovers aber dennoch lustig ist seine Installation “Call Wolfgang”, in welcher 2 Rechner durch VoIP miteinander kommunizieren und dabei Target-Worte fallen lassen:

Von anderen Künstlern ist eine ebenfalls elektronische Installation, die nicht weniger als den längsten Song der Erde darstellt.

“Longplayer” ist der Name und genau das tut es auch, bis zum Jahr 3000. Das Stück wird also knapp 1000 Jahre spielen und sich dabei nicht wiederholen.

Anhören kann man sich das Lied hier. Weitere Informationen findet man hier.

Ich bin dann mal weg, ein bisschen Musik hören…

Posted By: hamena314
Last Edit: 03 Sep 2009 @ 08:03 AM

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 21 Feb 2009 @ 1:03 PM 
Cebit Logo Wikipedia

Cebit 2009

Was ist das?

Arnold Schwarzenegger und Angela Merkel halten dort eine Rede, es geht um viel Technik und etliche Leute interessiert es.

Nein, nicht Terminator 5 – Revolte des Elektroschrotts, sondern die alljährlich stattfindende Cebit in Hannover.

Bald ist es wieder soweit und die inzwischen 24. CeBIT öffnet vom 3. bis 8. März (Dienstag bis Sonntag) ihre Pforten.

CeBIT ist übrigens ein Akronym für

Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation

und hiess ursprünglich

Centrum der Büro- und Informationstechnik

Da ist CeBIT wirklich kürzer.

Die CeBIT wird tatsächlich von Arnold Schwarzenegger eröffnet, da dieses Jahr Kalifornien Partnerstadt ist.

Nachdem die CeBIT 2008 mit fast einer halben Million Besuchern einen Rekord aufstellte, wird die CeBIT 2009 wohl deutlich leiser. Das ist der Wirtschaftskrise geschuldet, denn viele Aussteller haben abgesagt, so z.b. AMD. Die Firma will sich lieber auf ähnliche Ausstellungen mit einem stärkeren Fokus konzentrieren. Statt 6.000 Ausstellern werden es wohl um die 4.500. Ebenso spielt die Berliner IFA eine immer wichtigere Rolle.

Ob das der CeBIT schadet bleibt abzuwarten. Aber ich persönlich vermisse die Cebit Home, diese nur 2 mal stattgefundene Sondermesse konzentrierte sich auf die Heimanwender und Gamer und nicht unbedingt auf die Geschäftskunden.

Einen kleinen Lichtblick gibt es allerdings doch, denn zuerst sollten die Messetickets NICHT wie sonst üblich auch als Fahrkarte in Hannover gelten. Da jedoch befürchtet wurde dass es dann massenhaft Schwarzfahrer geben würde, ist diese Regelung schnell wieder gekippt worden.

Wichtig ist allerdings noch für alle die mit dem Auto anreisen, dass inzwischen in Hannover eine Umweltzone aktiv ist. Sollte man also noch keine Feinstaub-Plakette haben, könnte man Probleme in Form von 40€ und einem Punkt in Flensburg bei der Anreise bekommen. ;)

Meine persönliche Tour auf der CeBIT habe ich schon ungefähr geplant:

Halle 6 OpenSource

Halle 8 Green IT

Halle 9 eMedizin

Halle 11 Sicherheit

Halle 12 Netzwerke

Halle 22/23 Gaming-Hardware

Wer sich selbst auch seinen Plan der CeBIT machen möchte, kann ja mal die folgenden Links anschaun:

Vorab-Highlights der Cebit von Chip (Video)

Hallenplaner

Ausstellersuche

Hallenpläne

CeBIT Special von Heise

Hier noch ein PDF mit dem Aufstellerplan (das ganze gibts auch als 3D Version wobei ich den Sinn nicht unbedingt nachvollziehen kann…)

Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 33 Euro und an der Tageskasse 38 Euro. Ermäßigte Karten für Schüler und Studenten oder Auszubildende kosten 17 Euro. Sie sind allerdings nur am Wochenende an den Tageskassen erhältlich. Weibliche CeBIT-Besucher müssen im Übrigen am Samstag (7. März) keinen Messeeintritt zahlen.

Bin mal gespannt wie die CeBIT dieses Jahr wird. 2008 wäre im chinesischen Kalender das Jahr der Ratte. Ob 2009 auch wieder im Zeichen der “Beutelratten” steht, bleibt abzuwarten…

Posted By: hamena314
Last Edit: 03 May 2009 @ 08:19 AM

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 15 Feb 2009 @ 7:47 PM 

Das Internet. Endlose Weiten…

Viele Menschen wissen garnicht wie das Internet überhaupt entstanden ist, wie alt es ist und wären überrascht womit es angefangen hat. Darum hier eine kleine Zusammenfassung:

In Deutschland populär geworden ist es erst vor etwas mehr als 10 Jahren, also noch nicht einmal sehr alt.

Die EMail und Maus gibts übrigens schon seit fast 40 Jahren.

Erfunden wurde die EMail von Ray Tomlinson der auch das @-Zeichen für EMail einführte.

In Deutschland wurde am 2. August 1984 die erste Internet-E-Mail empfangen: Werner Zorn von der Universität Karlsruhe (TH) empfing unter seiner Adresse „zorn@germany“ eine Grußbotschaft der US-amerikanischen Plattform CSNET zur elektronischen Kommunikation von Wissenschaftlern. (man beachte bitte die lustige EMail-Addresse :) )

„Wilkommen bei CSNET.“

- Erste nach Deutschland gesendete Internet-E-Mail.

Übrigens wurden zeitweise seit 1987 auf Rechnern von Zorn alle Internet-Adressen der Volksrepublik China verwaltet, solange es dort noch keine entsprechende Infrastruktur gab.

Die Maus hingegen wurde von Douglas Engelbart entwickelt und 1963 auf der “Mother of all demos” vorgeführt:

Dabei zeigte er nicht nur seinen „X-Y-Positions-Anzeiger für ein Bildschirmsystem“ aka Maus, sondern auch bahnbrechende Grundlagen zu grafischer Interaktion, HTML, Drag und Drop, …

Als einige seiner Mitarbeiter sein Team verliessen schufen sie mal eben den XeroX Alto, den ersten Rechner mit einer grafischen Benutzeroberfläche und zwar noch lange vor Apple Macintosh. ;)

Posted By: hamena314
Last Edit: 09 Feb 2009 @ 09:47 AM

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2000!

 
 10 Feb 2009 @ 8:55 AM 

Schon ist die 2000er Marke geknackt!

Ich hätte nie gedacht dass ich jemals so viele Besucher bekommen würde, aber nun ist es passiert. Mal sehen wohin dieser Blog noch geht. :)

Posted By: hamena314
Last Edit: 10 Feb 2009 @ 08:55 AM

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 08 Feb 2009 @ 7:02 PM 

all_together_ubuntu_xp_vista

Da ich schon seit längerer Zeit einen Stand-PC mit Windows XP und Vista sowie ein Notebook mit XP und Ubuntu nutze, wollte ich mal testen wie sich die Betriebssysteme alle zusammen auf einem Rechner so machen.

Es sollten also Windows XP, Vista und Ubuntu parallel als Triple-Boot System aufgesetzt werden.

Hier meine Anleitung, falls jemand ebenfalls plant so ein System zu bauen.

Erstmal warum will man einen Rechner mit 3 Betriebssystemen haben?

Nun, ich bin Netzwerkadministrator in einem Studentenwohnheim mit 80 Bewohnern, es hat sich daher automatisch ergeben dass ich mit Vista in Kontakt komme, weil die meisten Rechner damit vorinstalliert sind. XP ist zwar immer noch am verbreitetsten, aber Vista ist heutzutage der Standard auf neuen Geräten und ich muss es bedienen können. Ubuntu erfüllt die meisten meiner Linux-Grundbedürfnisse.

Ein Dual-Bootsystem aufzusetzen ist sehr einfach. XP / Vista, XP / Linux (Ubuntu,…) oder Vista / Linux (Ubuntu,…) sind recht weit verbreitet, meistens nutzt man halt Linux zum Arbeiten, surfen oder den Alltag und Windows für Spiele.

Das Triple-Bootsystem ist also eher ein Experiment, denn eine wirklich wichtige Arbeitsstation. Solltest du also überlegen dir so ein System zu installieren, dann stelle erst fest was am geeignetsten für dich ist.

Zum Testen, herumspielen und Spass haben ist es allemal lustig. ;)

Okay, los gehts!

Start:

Man braucht:

  • einen Rechner, der die Mindestanforderungen von Vista erfüllt. Dieser Rechner sollte damit automatisch für alle anderen Betriebssysteme geeignet sein (ich gehe hier von einem leeren Rechner aus, dessen Festplatte man formatieren kann. Solltest du noch Daten oder ein anderes Betriebssystem auf dem Rechner haben, rate ich dringend zu einem Backup auf einer externen Festplatte o.ä.). Falls bereits Vista installiert ist, kommt man wohl nur schwer umhin alles zu formatieren und zuerst XP und dann Vista zu installieren, mehr dazu im Abschnitt “Reihenfolge beim Installieren”
  • Windows XP -- nicht ohne das erste Service-Pack! Besser das aktuellste Service-Pack (SP) 3. Rein aus Sicherheitsgründen und weil damit die Treiberinstallation viel einfacher wird
  • Windows Vista -- aktuell ist SP 1
  • Ubuntu 8.10 -- Man kann auch jedes andere halbwegs aktuelle Linux nehmen, der Geschmack machts. Ubuntu ist halt Windows XP recht ähnlich, weshalb es für Umsteiger von Windows nach Linux gut geeignet ist. Ausserdem enthält es sehr aktuelle Hardware-Treiber
  • GParted -- Eine LiveCD mit der man Festplatten formatieren und partitionieren kann
  • EasyBCD oder VistaBootPro -- Bootloadermanager, mit denen man die Bootreihenfolge unter Windows einstellen kann
  • Einige Stunden Zeit

Darüber hinaus sind folgende Dinge empfehlenswert:

  • eine externe Festplatte, um Daten schnell auslagern und wieder einspielen zu können
  • Clonezilla -- Wenn man sein System fertig installiert und eingerichtet hat (inklusive einem Treiber-Update!) so kann man mit Clonezilla ein Festplattenabbild ( = Image) erstellen. Das ist praktisch, denn geht später etwas schief kann man in kurzer Zeit das Image einlesen und hat wieder eine 1:1 Kopie des funktionierenden Systems
  • Treiber-CD’s für externe Geräte (Drucker, Scanner, …)  -- es ist nie verkehrt alles griffbereit zu haben ;)

Reihenfolge beim Installieren:

Da der Bootloader von Vista teils Probleme mit dem von XP hat, sollte man unbedingt zuerst XP installieren, dann Vista, dann Linux.

Auf diese Weise startet zuerst der Bootloader von Linux. Dort kann man dann auswählen ob man direkt Linux oder den Bootloader von Windows starten möchte. Entscheidet man sich für letzteres, dann kann man zwischen XP und Vista wählen.

Keine Panik! Man kann die Bootloader so konfiguieren dass das beliebteste Betriebssystem automatisch gestartet wird. Will man z.b. XP standardmässig starten, so ist das kein Problem. Mehr dazu im Einrichtungsteil.

Vorbereitung und Partition:

Je nachdem mit welchem Betriebssystem man standardmässig arbeitet, sollte man die Festplatte vorbereiten. Ich nutze hauptsächlich XP. Eine 500GB Festplatte würde ich folgendermassen partitionieren:

50 GB für Linux, 50-100 GB für Vista und der Rest für XP.

Wie gross die Partitionen werden hängt  sehr stark von den eigenen Vorlieben ab, allerdings sollte beachtet werden dass XP bis zu 2 GB rein für die Installation benötigt, Vista sogar 10 GB und das standardmässig!

Für XP und Vista sollte man die Partitionen als NTFS festlegen, für Linux wird dann ext3 oder ähnliches benötigt. Eine kleine externe Partition für die SWAP-Datei anzulegen ist ggf. auch nicht falsch, kann aber direkt bei der Installation von Ubuntu vorgenommen werden.

Das Installieren:

Da ich nur eine Windows XP-CD ohne SP hatte, habe ich die Installation ohne Internetverbindung vorgenommen. Auf der externen Festplatte hatte ich SP 2 und 3 liegen (1 benötigte ich nicht, da 2 auch alle Updates von 1 enthielt) und konnte es direkt einspielen.

Nach knapp 50 Minuten war alles eingerichtet und alle Updates eingespielt. Jetzt konnte man sich überlegen ob man erst alle Programme für XP installiert (Winamp, VLC, Adobe Reader, OpenOffice … was man halt so braucht), oder erst die anderen Betriebssysteme.

Ich selbst hatte vergessen genug Festplattenspeicher für Vista zu partitionieren und dachte ich könnte das mit GParted im Nachhinein ändern. Ging aber nicht, ergo musste ich das komplette System formatieren und neumachen.

Ich empfehle daher erst XP einzurichten und dann Vista zu installieren.

Jetzt installiert man also Vista, was bei mir ohne Zwischenfälle abging. Updates einspielen und erneut die Programme installieren die man so benötigt.

Eine direkte, gemeinsame Nutzung der Programme die bereits unter XP installiert wurden ist garnicht oder nur bedingt möglich!

Wenn man möchte kann man bereits jetzt den Bootloader ausprobieren und ggf. mit EasyBCD oder VistaBootPro die Reihenfolge und Dauer des Bootes einstellen.

Jetzt fehlt nur noch Ubuntu, das installieren ist hier ebenfalls recht problemlos. Einfach die LiveCD einlegen und “Installieren” wählen. Wichtig sind hier erneut die Updates, da u.U. auch Grafiktreiber nachgeladen werden. Was man sonst noch benötigt ist erneut Geschmackssache. Ich habe z.b. noch Compiz-Fusion installiert, um noch mehr Grafik nutzen zu können.


Einrichtung:

Unter Ubuntu benötigt man noch den Startup-Manager, mit welchem die Bootoptionen und Reihenfolge festgelegt werden. Einfach ein Terminal öffnen und eingeben:

sudo apt-get install startupmanager

Mit diesem stellt man dann ein, dass z.b. standardmässig der Windows-Bootloader gestartet werden soll. Sicher, man kann auch textuell die Konfigurationsdateien bearbeiten, aber für den Umsteiger ist das so einfacher.

Fazit:

Im Grunde ist die Installation garnicht so schwer. :)

Jetzt sollte man noch ein Clonezilla-Image erstellen und auf der externen Festplatte sichern. Fertig.

Wichtig ist vielleicht noch dass es viele Wege nach Rom gibt. Wenn eine Methode nicht funktioniert sollte man ruhig ein bisschen probieren.

Allerdings sollte man wissen was man tut! Handelt man fahrlässig kann man alle seine Daten verlieren!

Ich übernehme keine Haftung für eventuell auftretende Schäden.

Aber lass’ dich davon nicht abschrecken, man lernt sehr viel über seinen Rechner und die verschiedenen Betriebssysteme. ;)

Posted By: hamena314
Last Edit: 07 Feb 2009 @ 04:03 PM

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Categories: HowTo, IT

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